Phil Ivey verliert vor Gericht im £7,7-Millionen-Crockfords-Fall

Phil Ivey verliert vor Gericht im £7,7-Millionen-Crockfords-Fall
Phil Ivey verliert vor Gericht im £7,7-Millionen-Crockfords-FallDer 38-jährige Poker-Pro Phil Ivey hat vor Gericht eine teure Niederlage erlitten. Am gestrigen Mittwoch entschied der High Court in London, dass Ivey gegen das Crockfords Casino keinen Anspruch auf Auszahlung von 7,7 Millionen Pfund hat. Phil Ivey nach dem UrteilQuelle: theguardian.com Was war passiert? Phil Ivey, einer der hochgeachtetsten Pokerspieler der Welt, hatte 2012 im Londoner Crockfords-Casino die oben genannte Summe beim Baccara gewonnen und sich dabei einer Technik namens Edge Sorting bedient. Hierbei hatte Ivey ausgenutzt, dass die Rückseiten der Karten ein marginal uneinheitliches Muster aufwiesen, so dass man gewisse Rückschlüsse auf die Wertigkeit der Karten ziehen konnte. Das Casino hatte seinerzeit die Auszahlung der Gewinnsumme verweigert, Ivey hatte daraufhin geklagt. “Kein Spielvertrag” Das Casino stellte sich laut einem Bericht im Guardian auf den Standpunkt, dass die von Ivey benutzte Technik illegal war. Vor Gericht überzeugte Casino-Anwalt Richter Mitting davon, dass wegen der Taktiken von Ivey überhaupt kein “Spielvertrag” zustande gekommen sei und deswegen auch kein Anspruch auf Auszahlung der Gewinnsumme bestehe. Im Urteil heißt es: “Was Mr Ivey und Ms Sun getan haben, war, den Dealer davon zu überzeugen, dass einige Karten umgedreht wurden und damit für sie klar war, das es Siebenen, Achten oder Neunen waren. Hätte der Dealer um die Konsequenzen gewusst, hätte er das Spiel sofort abgebrochen.” Vor allem das aktive Eingreifen in Form des Umdrehens bestimmter Karten wertete das Gericht als Betrug im Rahmen dieser zivilrechtlichen Klage. Der Dealer sei letztlich von Ivey und Sun manipuliert worden. Ivey nach Urteil enttäuscht Ivey hatte argumentiert, dass er nicht in den Spielverlauf eingegriffen und lediglich eine Sicherheitslücke ausgenutzt habe. Nach dem Urteil ließ er über einen Sprecher mitteilen: “Ich bin offensichtlich enttäuscht von der Entscheidung. Wie ich schon vor Gericht sagte, liegt es nicht in meiner Natur zu betrügen und ich würde nie etwas tun, was meinen Ruf beschädigt.” Das Gericht hat Berufung bzw. Revision ausdrücklich nicht zugelassen. Trotzdem besteht noch die Möglichkeit für Ivey, sich direkt an ein höheres Gericht zu wenden. Die Borgata-Klage Die aktuelle Entscheidung ist natürlich keine gutes Omen für den parallel laufenden Fall, in dem das Borgata-Casino Phil Ivey auf Rückzahlung von 9,63 Millionen Dollar verklagt hat. Auch hier geht es um Geld, das von Ivey durch Baccara in Verbindung mit Edge-Sorting gewonnen wurde.

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